• Freiwilligenarbeit in der Schule, im Büro und auf der Farm - auf nach Olereko in Kenia!

Mit weltwärts in Olereko, Kenia - Erishata Learning Centre

Das Projekt
Das Erishata Learning Center wurde 2005 von dem Maasai Michael ole Maito gegründet, der bis heute der Leiter des Projektes ist. Unterstützt und gefördert wird das Projekt von der deutschen Organisation Chance e.V. unter der Leitung von Jens Bergmann.

Das Erishata Learning Centre liegt in dem kleinen Massaidorf Olereko. Es besteht aus einer Grundschule und einem Kindergarten mit Nursery Class, Baby Class und Pre Unit. Mit einem Patenschaftsprogramm ermöglicht es, dass Familien aus ärmeren Verhältnissen eine gute Schulausbildung genießen können.
Neben der Bildungseinrichtung betreibt das Projekt eine Farm mit Ackerbau, Baumschule, Ziegen-, Schaf- und Kuhhaltung, Fisch- und Hühnerzucht und Bienenstöcken. Durch eine Biogasanlage sowie ökologischem Gemüseanbau versorgt es sich selbst.
 
Deine Aufgaben
Als Freiwillige/er erwarten dich vielfältige Tätigkeiten in der Schule, im Büro und auf der Farm. So reicht dein Spektrum von Unterrichten über Übersetzen von Berichten und Briefen, Gestalten von Weihnachtskarten und Fotografieren der Patenkinder bis hin zu Kühe melken, Tiere versorgen, Garten umgraben, Bäume pflanzen und Gemüse ernten.

Mit den anderen Freiwilligen wirst du in einem Guesthouse wohnen, das für afrikanische Verhältnisse sehr komfortabel ist. Es sind Duschen, Toiletten sowie fließendes Wasser und Strom vorhanden. Der Internetzugang ist kein Problem. Neben der Gastfamilie, bei der man mitkocht und –isst, bilden die Lehrer, die Farmarbeiter und die anderen Mitarbeiter des Projekts eine große Familie, die dich mit offenen Armen aufnimmt.

 
Land, Menschen und Kultur
Was oft so leichthin als „die Kenianer“ bezeichnet wird, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als ein buntes Volk mit sprachlich, kulturell, religiös, ethnisch und wirtschaftlich sehr unterschiedlichem Hintergrund.

Das Erishata-Projekt liegt eigentlich im Maasailand, doch das Team besteht aus vielen verschiedene Volksgruppen, wie zum Beispiel Luo, Kalenjin, Kisii sowie Luyha. Untereinander wird überwiegend Kiswahili, aber auch Englisch gesprochen.

Der Volksstamm der Maasai war ursprünglich nomadisch, doch seit ihnen das Land aufgrund des Nationalparks „Maasai Mara“ entzogen wurde, mussten einige Sippen sich niederlassen. Nichtsdestotrotz sind die Maasai eine der von der Modernisierung des Landes am wenigsten beeinflussten Volksstämme, die zudem einen sehr großen Schatz an Traditionen bewahrt haben. Teil dieser Tradition sind die Ehrung des Alters, Viehzucht, traditionelle Tänze und Perlenschmuck.

Die Rollenverteilung in Kenia ist sehr konservativ geprägt. Der Mann ist das Haupt der Familie während die Frau sich unterzuordnen hat. Die Frauen arbeiten viel, da sie sich um Kinder und Haushalt kümmern müssen, während die Männer lediglich auf das Vieh aufpassen oder auf dem Feld arbeiten. Die Ehe ist eine zweckgebundene Beziehung, bei der Zärtlichkeiten und Romantik kaum Platz haben. In der Geschichte Afrikas lebten die Menschen in Polygamie (d.h. ein Mann hat mehrere Frauen). Aufgrund des christlichen Glaubens wird diese Lebensform nicht mehr anerkannt, trotzdem ist der Gedanke daran für viele Afrikaner keinesfalls abwegig.

Ein weiterer Bestandteil der Kultur ist, das beinahe alles miteinander geteilt wird: das Essen, das Eigentum, das Bett, quasi das ganze Leben; eine sogenannte „Privatsphäre“ gibt es nicht.
Der Großteil der Einwohner Olerekos hat den christlichen Glauben für sich angenommen, der einen großen Stellenwert in ihrem Leben einnimmt. Dies spiegelt das Motto „There is always hope“ gut wider: Egal, wie groß die Not sein mag, kennen die Afrikaner Hoffnung.

Wo liegt Olereko, Kenia - Erishata Learning Centre?